
EINGELEITETE GEBURT - WUNDERSCHÖN UND VOLLER PRÄSENZ GOTTES
Regina
Liebe Joana,
unser kleiner Mann ist jetzt 20 Monate alt und ich möchte mich von ganzem Herzen für den tollen PFB-Kurs bedanken. Es war meine dritte Schwangerschaft und über einen Mama-Kongress bin ich auf dich aufmerksam geworden.
Bei meiner ersten Geburt war ich noch relativ „unwissend“ und ließ mich 9 Tage nach ET einleiten. Es war ein großes Krankenkhaus, sehr unruhig und ich habe etliche Interventionen mitgenommen.
Bei meiner zweiten Geburt wählte ich bewusst ein kleineres Krankenhaus und habe die Geburt nach einem Buch „Schmerzfreie Geburt“… gemacht. Die Geburt war dann nicht komplett schmerzfrei, aber trotzdem sehr schön. Was ich damals nicht wusste und nun bei dir gelernt habe, ist, dass eine Geburt in Rückenlage nicht so optimal ist. Das hat mir keiner gesagt. Also wollte ich es jetzt bei der dritten Geburt noch besser machen :-) Wir wählten wieder dieses Krankenhaus. Ich fand es schön, dass mein drittes Kind im gleichen Raum geboren wird wie mein zweites Kind. In diesem Raum fühlte ich mich einfach schon wohl. (Obwohl es 5 Jahre später war)
Ich habe deinen Kurs erst angefangen, als ich schon in Mutterschutz war, deswegen wollte ich ihn zügig durchmachen und habe die Übungen (z.B. mit den Eiswürfeln in den Händen) nicht oder nicht so oft gemacht wie du empfohlen hast. Wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, wäre ich vielleicht noch besser im „entspannen“ gewesen :-)
Mein errechneter Geburtstermin war der 22. Dezember. Viele spekulierten, ob es wohl Weihnachten wird.. Ich habe oft gebetet: „ Jesus, ich übergebe dir den Zeitpunkt der Geburt, sorge du“ - und das hat er getan. Auch wenn es ganz schön viel Geduld von uns verlangte.
Über die Weihnachtsfeiertage musste ich schon jeden zweiten Tag zur Kontrolle.
Entweder im Krankenhaus oder bei meinem Frauenarzt. Wegen der Größe des Kindes empfahl mir mein Frauenarzt eine Einleitung. Diese wollte ich aber nicht, da machte ich mir keine Sorgen. Im Krankenhaus wurde das auch nicht als Einleitungsgrund gesehen. Am Freitag den 27. Dezember war ich bei der Untersuchung bei meinem Frauenarzt, dieser stellte fest, dass ich wohl einen Blasensprung habe und schickte mich ins Krankenhaus. Gespürt habe ich nichts. Wir haben also alles gepackt und sind gemütlich los. Dort angekommen haben sie gleich nochmal geprüft, ob es tatsächlich ein Blasensprung ist - war es nicht. Also sind wir wieder nach Hause. Am Sonntag wieder Kontrolle. Am Sonntag stellten sie fest, dass ich einen Blasensprung habe. Also wann dieser dann tatsächlich war, wusste man gar nicht. Mir wurde eine Einleitung empfohlen. Wir wollten noch abwarten. Mein Mann und ich übernachteten im Krankenhaus und ich aß sämtliche Ingwerstücke und Zimt und cremte meinen Bauch ein und versuchte mich zu entspannen, ging Spazieren, betete usw. In der Nacht bekam ich Wehen, so, dass ich nicht schlafen konnte, aber auch noch keine richtigen Geburtswehen. Tagsüber war dann wieder alles still. Ich war also total übermüdet und war frustriert, weil nichts los ging.
In der Früh nahm ich dann eine Tablette zur Einleitung. Und ich dachte, das ist genau das was ich eigentlich NICHT wollte. Keine Einleitung! Ich versuchte innerlich nochmal alles zu bereinigen, übergab und verzeihte nochmal alle Situationen. Es war dann den ganzen Tag nichts mehr los mit Wehen. Als es Abend wurde sagte ich der Hebamme und der Frauenärztin, dass ich gerne heim möchte, da ich die letzte Nacht kaum geschlafen habe und ich dringend Schlaf brauche. Sie akzeptierten dies, meinten nur, dass es beim dritten Kind auch mal schnell gehen kann. Ich soll um 21 Uhr zum CTG kommen und anschließen kann ich auf eigene Verantwortung nach Hause. In der Früh soll ich dann wieder kommen.
Als ich um 21 Uhr zum CTG kam, merkte ich, dass die Wehen doch stärker wurden und kamen. Die Hebamme sagte mir: „Ich habe gesehen, dass du die Wehe gerade veratmen musstest. Ich schlage vor, dass wir es euch im Zimmer gemütlich einrichten. Wir schieben die Betten zusammen. Du duschst nochmal warm. Ich gebe dir eine Wärmflasche mit aufs Zimmer und eine Buscopan Tablette. Wenn es sich um Geburtswehen handelt, dann helfen auch die Buscopan nicht mehr."
Durch die liebevolle Begleitung der jetzt Dienst habenden Hebamme (die zufällig auch Joanna hieß) konnte ich mich dann zufrieden innerlich fallen lassen. Ich habe gemacht, was die Hebamme mir empfohlen hat und siehe da, ich konnte noch etwa 3 Stunden sehr gut und entspannt schlafen. Um ca. 3 Uhr Früh wurden die Wellen stärker, sodass ich im Zimmer hin und her lief. Ich kann nicht sagen, dass ich keine Schmerzen hatte. Ich habe eher bei jeder Welle versucht eine Position zu finden in der ich mehr entspannen kann. Aber so richtig funktionierte es nicht. Um 4 Uhr ging ich zusammen mit meinem Mann in den Kreissaal. Die Hebamme machte noch einmal CTG und untersuchte mich. Alles in Ordnung. Dann fragte sie mich, ob ich in die Wanne möchte. Ich sagte sofort ja, denn meine Füße waren etwas kalt und ich freute mich auf die Wärme. Als ich dann in die Wanne stieg fühlten sich die Wellen ganz anders an. Es war eher so, als ob ein starker Druck in mir nach unten drückt. Ich hatte das Gefühl ich bin „Herr“ der Welle. Und nicht umgekehrt. Ich kann das gut bewältigen. Wir machten am Handy die Lobpreis-Musik ein, die ich vorher schon ausgewählt habe.
Mein Mann unterstütze mich sehr, indem er seine Hände an meinen unteren Rücken legte und mich hielt. Im Nachhinein war ich total platt, dass er wusste, dass ich genau das brauchte. Wir haben unser Baby wirklich zusammen auf die Welt gebracht. Er sagte mir auch immer wieder die Worte, die ich brauchte und die mich motivierten mein Kind endlich zu empfangen. Der Druck nach unten wurde immer stärker, aber ich war total glücklich, weil ich gleichzeitig das Gefühl hatte, dass ich die Wellen im Griff habe.
Ich sah auf einmal, dass die Hebamme schon die Waage herrichtete, mit einem weißen Handtüchlein. Das gab mir nochmal so einen Schub und eine Freude, dass ich bald mein Baby sehen werde. Irgendwann kam dann das Bedürfnis zu pressen. Meine Hebamme sagte mir ich soll hecheln. Ich schaffte das aber nur in einer Kontraktion. Das war aber sehr gut, denn während dem Hecheln spürte ich nicht mal mehr den Druck nach unten. Ich spürte total wie sich mein Steißbein nach hinten bog um Platz zu machen für das Baby.
Als das Köpfchen da war sagte uns Joanna, wir können das Köpfchen fühlen und wir fühlten beide vorsichtig das Köpfchen. Dieser Moment war so voller Freude. Um 6 Uhr 14 war unser Baby ganz da und Joanna legte es mir gleich auf den Bauch und ich hob es ein wenig hoch und schaute es an. Es ist ein Bub. Was für ein hübsches Baby, ein wahres Wunder.
Wir kuschelten noch ein wenig und dann sollte ich aus der Wanne raus und auf das breite Bett, wo mir eine Ärztin den kleinen Riss mit einem Stich nähte. Unser kleiner Schatz durfte in der Zeit auf Papas Bauch kuscheln. Dann bekam ich ihn wieder und legte ihn an der Brust an. Wie zügig die Geburt verlaufen ist, im Gegensatz zu meinen ersten zwei Geburten.
Wir waren einfach nur glücklich. Als ich mit Martin auf dem Zimmer war und Thomas unsere Familie verständigte, ging mir immer noch das Lied durch den Kopf, ".. du bist die Liebe, du bist mein Glück..“ Ich glaube ich war in dem Moment die glücklichste Frau auf der ganzen Welt. An diese Momente denke ich heute noch oft und sie geben mir Kraft und Dankbarkeit.
Unser kleiner Schatz war 4220g schwer und 58 cm lang mit einem Kopfumfang von 37cm. Sein Geburtstag ist der 31.12.2024.
Am nächsten Tag kam die Hebamme Joanna zu mir und sagte mir, dass sie während der Geburt so stark das Gefühl hatte, dass Gott hier ist und "das schon macht". Deshalb hat sie sich total zurück gehalten und die Geburt laufen lassen. Für sie war diese Geburt sehr wichtig für Ihre Berufung und sie wird uns immer im Herzen tragen. Wie schön! Wir hatte ja keine Ahnung, dass sie gläubig ist. Diese Hebamme war wie ein Engel vom Himmel. Wir haben eigentlich sehr wenig miteinander geredet und doch waren wir füreinander so wichtig. Es war für uns beide Fügung.
Die Zeit im Wochenbett, war teilweise schwer, weil mein Mann nicht wie geplant zu Hause war. Meine Mama kam aber oft und half mir mit den Kindern. Nach ein paar Monaten schwankten meine Schilddrüsenwerte stark, sodass immer im Raum stand, ob ich abstillen muss.
Martin hatte in der Zeit große Probleme mit dem Ohr. Er hatte oft Mittelohrentzündungen und sein Trommelfell platzte mehrfach.
Dieses erste Jahr war für mich sehr anstrengend, aber was mich die ganze Zeit durch getragen hat war zum großen Teil das wunderbare Geburtserlebnis.
Deshalb danke ich dir von Herzen liebe Joana für den wunderbaren Kurs!
Ich würde mir sehr wünschen, auch anderen Frauen nahezubringen, dass Geburt nicht eine Qual oder Schmerzen bedeutet, sondern wirklich ein himmlisches Erlebnis ist. Neben dem Kurs ist das Gebet auch wichtig. Mein Gebetskreis und meine Familie und wir als Ehepaar haben sehr viel für die Geburt gebetet. Und ich habe mir von Gott nicht eine Geburt gewünscht in der alles gut geht, sondern MEHR als das. Und er hat wirklich dafür gesorgt. Ich würde gerne auch für andere Frauen beten, denn eine schöne Geburt ist so wichtig, - für die Beziehung zum Kind, - für das eigene Durchhaltevermögen in schweren Zeiten, - für das Ehepaar, - die positive Einstellung zur Geburt an die eigenen Kinder weitergeben - das eigene Selbstwertgefühl .. usw. Falls du da irgendeine Idee hast für mich, wie ich das umsetzen kann, dann wäre ich sehr interessiert.
Wenn ich schwangere Frauen sehe, die kurz vor der Entbindung stehen, dann habe ich irgendwie innerlich einen Schmerz, dass ich ihnen nicht vermitteln kann was für ein Potential eigentlich vorhanden wäre. Sie gehen in eine große Geburtsklinik, damit ja alles „auf Nummer Sicher“ ist für ihr Baby. Da kann man ja schlecht was dagegen sagen. Am liebsten würde ich ihnen sagen wie schön Geburt sein kann. Aber es fällt mir schwer, zumal die meisten ja nicht gläubig sind.
Noch einmal ein herzliches Dankeschön für den tollen Kurs und eure Arbeit!
Regina

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