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HEILSAME VBAC - SCHMERZFREI & VOLL VERTRAUEN!

Leonie

Liebe Joana,

am Di habe ich unsere Tochter E. geboren. Es war alles genau so wie ich mir das von Gott gewünscht hatte!
Die Geburt war intensiv, laut und "roh" (mir ist dafür noch kein Begriff eingefallen, der das richtig ausdrückt...).

Hier mein Bericht:

+ Fr, 29.April: Ich träume davon, dass das Baby sich aus der Schädellage nochmal zurück gedreht hat und spüre die entsprechenden Bewegungen.

+ So, 1. Mai: Ich spüre den Schluckauf des Babys oben an den Rippen, bete und sage zum Kind: "Wenn wir eine unkomplizierte Geburt haben wollen, solltest du deinen Kopf wieder nach unten machen." Kurz darauf starke Kindsbewegung im Bauch und der Schluckauf ist wieder unten spürbar!

+ Mo, 2. Mai: In der Früh kann ich wegen Wehen alle 4-5 Minuten nicht mehr schlafen. Nach ca 1-2h werden die Abstände jedoch wieder größer und sind im Laufe des Vormittags / Tages nur noch sporadisch - aber so, dass ich sie veratmen muss. Um 18 Uhr kommt die Schwiegermama, um für die Großen da zu sein. Sie schläft mit im Kinderzimmer. Dadurch habe ich eine ruhige Nacht, abgesehen von der weiteren Wehentätigkeit.

+ Di, 3. Mai: Um halb 8 wecke ich die Großen. Wir richten sie in den Kindergarten, die Oma und der Papa bringen sie dort hin. Wehentätigkeit wie am Tag zuvor: Sporadisch, aber etwas öfters und ich veratme. Ich beginne mir ein Müsli zu machen. Um kurz vor 10 kommen die Wehen plötzlich alle 2-4 Minuten und sind recht intensiv. Da das so gerade erst anfing, schicke ich meinen Mann in sein wöchentliches Meeting und mache mein Müsli weiter, als Gott sagt: "Geh und richte dich." Ich mache das Müsli noch schnell fertig, esse aber nichts mehr, sondern ziehe mich an und wasche mich.
Im Bad sagt Gott: "Hol' deinen Mann doch schon aus dem Meeting, dass er noch duschen kann und dann solltet ihr fahren."
Um ca 11 fahren wir also los und beten: "Jesus, lass einen Parkplatz frei sein!" Der Parkplatz sieht voll besetzt aus, aber wir fahren trotzdem rein. Im selben Moment fahren 2 Autos weg. 🤩

Im Krankenhaus erst mal Anmeldeprozedere und im Kreißsaal dann Ankunftschecks, auf die ich mich aber eingestellt hatte, um 1x den Ist-Zustand zu haben: Vaginale Untersuchung ("Köpfchen flutscht noch weg"), CTG anlegen und Zugang legen lassen. Der war mit meinen Vorgeschichten für meinen Mann und das Personal wichtig. Plus ganz schneller Ultraschall: Das Baby liegt richtig. Mein Mann muss zwischendurch nochmal zur Anmeldung laufen und wir werden beide auf Corona getestet. Das alles zwischen meinen kurzen Wehenpausen.

Direkt nach der Ankunft im Kreißsaal sage ich zu meinem Mann: "Ich verstehe, dass Leute, die sensibel auf ihre Umgebung reagieren, im Krankenhaus nicht entspannen können..." Man hat versucht, den Kreißsaal freundlich zu gestalten, aber es steht auch ein riesiger Untersuchungstisch (für die Babys) darin und alles hängt voller Schläuche, Geräte und Knöpfen... Immerhin hängt auch ein Holzkreuz über der Tür und wir danken Gott, dass er mit im Raum ist.

Hebamme und Hebammenschülerin hatten offensichtlich alle meine in der Akte notierten Wünsche gelesen - das merke ich bei allem was sie sagen und tun. Deshalb wurde ich auch direkt in den einzigen Kreißsaal mit Wanne geführt. Als die Ärztin kommt, sagt sie: "Ich weiß zwar, dass sie das nicht wollen, aber da ihre Gebärmutter an der Kaiserschnittnaht dünner ist und Sie so intensive Wehen haben, würde ich doch gerne so alle 2 Stunden untersuchen und danach schauen."

Ich wappne mich innerlich schon dafür, das ablehnen zu müssen. Aber sie kommt nie dazu, mich auch nur 1x zu untersuchen! Auch die Hebammen können mich nach den Eingangschecks gar nicht groß alleine lassen, weil schnell alles sehr viel intensiver wird: Ganz bald ist mit einem richtigen Knall die Fruchtblase (von alleine 😁) geplatzt. Natürlich mit ziemlicher Sauerei am Boden. Einziger Kommentar: "Kein Problem! Wir sind Hebammen."

Danach bin ich mit dem Verarbeiten meiner Wehen nur noch mit Gymnastikball im Vierfüßler am Boden, halte mich an irgendwelchen Griffen fest und fange automatisch an, laut dazu zu tönen. Die Intensität bewirkt, dass ich alles und alle um mich herum ausblende und das Tönen immer lauter wird.
Dabei empfinde ich aber keine Schmerzen!
Einmal spüre ich richtig, wie das Köpfchen ein ganzes Stück tiefer rutscht. Immer wieder bin ich im inneren Zwiegespräch mit Gott.

Weil ich gerne im Wasser entbinden möchte, beginnen sie Wasser in die Wanne zu lassen als ich das Köpfchen bereits am Anus spüre und steige ein, sobald das Baby genug Platz unter Wasser hätte. Die Ärztin besteht auf das portable CTG im Wasser, was ich kaum realisiere, aber mithelfe anzulegen. Hebammen und Ärztin sind total lieb. Sie ermutigen mich und geben gaaanz zurückhaltend noch kleine Tipps. Auch mein Mann ist wunderbar. Er ist total präsent und ich kann meinen Kopf jederzeit in seine Arme legen. Er streichelt mich immer wieder zärtlich zur Ermutigung.

Ganz bald muss ich pressen. Ich schreie laut dazu und versuche gleichzeitig mit meinem Atem zu schieben. Am Ende "brennt" es kurz ordentlich. Das Köpfchen bleibt am Damm länger stehen als wohl üblich ("Kind, was machst du mit deiner Mama?") und die Schulter bleibt etwas hängen, so dass die Hebamme kurz hilft. Aber dann ist es da und ich nehme es aus dem Wasser hoch auf meinen Bauch. Wir stellen das Geschlecht fest und ich sage zu meinem Mann: "Ich hatte Recht!" - "Du hattest mit allem Recht."

Sobald die Nabelschnur komplett auspulsiert ist, durchtrennt mein Mann sie, damit ich unsere Tochter besser auf meine Brust legen kann. Wir können es noch gar nicht richtig fassen und begreifen.
Eben waren wir noch zu Hause und schon ist sie da! Es ist kurz vor 2.

Ich hatte keinerlei Geburtsverletzungen (außer wohl einer minimalen Schürfung).
Die Ärztin hat sich nachher 2x für die wunderschöne Geburt bedankt und gelobt, was für ein tolles Körpergefühl wir zusammen gehabt hätten und auch die Hebammen haben geäußert, wie schön es für sie war, die Geburt begleiten zu dürfen 😍

Was ich dir auch noch erzählen muss: Heute war die Abschlussuntersuchung bei der Ärztin. Als sie mich unten rum angeschaut hat, rief sie: "Wunderbar! Nicht mal ein blauer Fleck!"

Die Geburt tat auch nie weh, außer dass es direkt danach noch ne Weile "gebrannt" hat. Aber diese Aussage war irgendwie die "Krönung" der ganzen Geburt. Ich bin mega happy!

Die Ärztin stellte auch fest, dass ich gut vorbereitet war. Fragte, ob das meine Hebamme war oder ob ich sonst noch etwas gemacht hätte. So habe ich ihr kurz von dem Kurs bei einer Doula erzählt. Leider war die Gelegenheit nicht da, von den Gebeten zu erzählen. Aber ich denke, dass sie Gott trotzdem gespürt hat bei der Geburt.

Das "System" spüre ich hier im Krankenhaus an allen Ecken und Enden - es kommt ja auch ein bisschen in meinem Bericht raus. Umso grandioser finde ich, wie Gott mich und uns unter seine Fittiche genommen und hier durchgeführt hat.

Ich werde definitiv deinen Kurs weiterempfehlen und allen Schwangeren sagen, dass sie sich gut auf ihre Geburten vorbereiten sollen 😅
Es macht so einen Unterschied!
Und wenn sie dann noch Gott mit rein nehmen, noch besser!
ER hat mir einfach alle Wünsche erfüllt und sogar noch mehr ♥️